ISO Filmempfindlichkeit - Grundlagen - Digitalfotos Tipps, Tricks & Tutorials

ISO Filmempfindlichkeit

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Die Abkürzung ISO steht für "International Organization for Standardization" und deren definierter Begriff für Filmempfindlichkeit wird benutzt, um die relative Menge an Licht zu bestimmen, die notwendig ist für eine ausreichende Belichtung eines Films.
Ein normaler Film besitzt die Kategorisierung ISO 100. Ein Film mit ISO 200 braucht dagegen nur die halbe Lichtmenge für eine ausreichende Belichtung. Dies ermöglicht dem Fotografen Bilder in dunkleren Umgebungen zu machen oder die Belichtungszeit zu verkürzen oder die Blende zu verkleinern. Der ISO 200 Film wird in allgemeinen auch als empfindlicherer Film bezeichnet. Die Filme, die auf dem Markt angeboten werden variieren zwischen ISO 25 und ISO 1600.


Warum verwendet man nicht immer empfindlichere Filme?

Die empfindlicheren Filme produzieren leider markantere Körnungen beim Belichten. Die einzelnen Körnungen verbinden sich zu Punkten, die dann für das bloße Auge auf dem Foto sichtbar sind. Dies macht sich deutlich bei Vergrößerungen von Aufnahmen bemerkbar. In einigen Bereichen der Schwarz-Weiß Fotografie wird dieser Effekt künsterlich genutzt, aber im Allgemeinen ist dies ein unerwünschter Nebeneffekt, den man Vermeiden möchte.


ISO Probleme bei Digitalkameras

Das Bildrauschen, das durch den hohen ISO Wert entstanden ist, wird besonders deutlich bei einfachen Flächen, wie in diesem Bild der Himmel.
Das Bildrauschen, das durch den hohen ISO Wert entstanden ist, wird besonders deutlich bei einfachen Flächen, wie in diesem Bild der Himmel.

In der Welt der digitalen Fotografie wird nicht von Körnung gesprochen, sondern von Bildrauschen. Die Ursache des Problems ist ein wenig anders als in der analogen Fotografie. Bei hohen ISO Werten wird, das vom Sensor aufgezeichnete Bild lediglich digital verstärkt. Leider werden bei diesem Prozess auch Störungen verstärkt, die im Bildsensor auftreten. Durch diesen Effekt erhalten die Pixel einen zufälligen Farbwert. Diese Störungen lassen das Digitalbild grobkörnig erscheinen und mindern die Qualität der ganzen Digitalaufnahme. Dies erzeugt ein gleiches oder ähnliches Ergebnis wie in der anlogen Fotografie.

Aktuelle Digitalkameras haben ISO Werte von ISO 100 bis ISO 3200, um das Bildrauschen zu reduzieren haben die meisten Digitalkameras eingebaute Filter, die das Bildrauschen automatisch reduzieren. Jede Digitalkamera besitzt ein unterschiedliches Rauschverhalten und müssen deswegen immer individuell verglichen werden. Meistens gibt es einen Erfahrungswert bis zu dem man die Digitalkamera benutzen kann oder soll, da das Bildrauschen bis zu diesem Punkt sehr gering ist und nur bei höheren ISO Werten deutlicher hervortritt.
Ebenfalls hat man die Möglichkeit die Digitalbilder nach der Aufnahme mit einer Bildbearbeitungssoftware und deren Rauschreduzierungsfilter zu bearbeiten. Allerdings sollte man beachten, dass der Filter nicht zu stark angewendet wird, da dieser Algorithmus gleichzeitig die Schärfe des Bildes reduziert. Somit muss man sich immer zwischen Bildrauschen und Schärfe des Bildes entscheiden, wobei es immer zu einer Wechselwirkung kommt.


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