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Blitzlicht einsetzen

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Blitzlichtsysteme

Bevor wir zur Vermeidung der Fehler beim fotografieren mit dem Blitzlicht kommen, werden hier die verschiedene Blitzsysteme kurz vorgestellt:

  • Magnesiumlicht

Dünne Magnesiumfolie, dünner Magnesiumdraht oder dünne schmale Magnesiumbänder brennen nach dem Anzünden in einer sauerstoffreichen Umgebung mit einem grellen Licht ab und wurden bis zum 2. Weltkrieg zur Erzeugung von Licht für fotografische Zwecke verwendet. Der Nachteil ist, dass das extrem helle Licht bei der Portraitfotografie die abzulichtende Person blenden kann und deswegen zu verwackelten Aufnahmen führt.

  • Blitzlichtpulver

1887 wurde das Blitzlichtpulver patentiert, das eine blitzartige Verbrennung in etwa 1/30 Sekunde ermöglichte. Aufnahmen von Personen und lebenden Objekten waren damit möglich, die auf den kurzen Lichteinfall nicht reagieren konnte.
Bis in die 1960er Jahre konnte man Beutelblitze kaufen, die deutlich billiger waren als die Blitzbirnen. Die Beutelblitze waren mit Blitzlichtpulver gefüllte Papierbeutel, ähnlich den heutigen Teebeuteln, die mit einen Lunte versehen waren.
Das offene Feuer, der Rauch und die verschmutzende Magnesiaschicht (Magnesiumoxid), die beim Verbrennen entstehen, blieben jedoch die größten Probleme bei der Blitzlichtpulverfotografie.

  • Blitzlichtbirnen
    • Glasbirnen

1928 wurde bereits entdeckt, dass reines Magnesium oder Aluminium, das sich in einer Blitzlichtbirne befindet, elektrisch gezündet werden kann. Dabei entsteht eine hohe  Helligkeitsentwicklung von etwa 1/30 Sekunde. Die Blitzlichtbirnen konnten nur einmal verwendet werden und wurden sehr heiß.
Bis zur Mitte der 1960er Jahre wurde die Technik verbessert, und die Lichtausbeute durch einen Reflektor gesteigert. Die späteren Modelle in den 1980er Jahren wurden immer weiter miniaturisiert. Diese Blitzbirnen hatten eine Leitzahl von etwa 36 bis 45 bei ISO100.

    • Blitzwürfel

Blitzwürfel vereinigten oft vier Blitzlichtbirnen in einer Einheit. Nach jeder Aufnahme musste der Würfel gedreht werden. Dies wurde manuell oder automatisch von Kamera gemacht. Bei exklusiveren Kameras war hierzu die Blitzwürfel-Fassung mit dem Filmtransport gekoppelt. Nach vier Blitzaufnahmen wurde der Würfel weggeworfen, da alle viele Blitzlichtbirnen verbraucht waren.

  • Modernes Elektronenblitzgerät - Canon Speedlite 430EX
    Modernes Elektronenblitzgerät - Canon Speedlite 430EX
    Elektronenblitzgeräte

Ein Elektronenblitzgerät ist ein spezielles Blitzgerät, das mit einer Gasentladungsröhre basierenden Blitzlampe arbeitet. Das abgegebene Licht entspricht einer Farbtemperatur, die etwa der des Tageslichts.
Die normale Leuchtdauer dieser Blitze liegt je nach Leistung und Ansteuerung zwischen 1/300 und 1/40.000 Sekunde. Dies ist wesentlich kürzer als jene der alten Blitzwürfel mit 1/30 Sekunde.
Diese Typen von Elektronenblitzgeräten sind verbreitet:

  • Eingebautes Blitzgerät – vor allem bei Kompaktkameras
  • Aufsteckblitzgerät
  • Handblitzgerät (Stabblitzgerät)
  • Studioblitzgerät (nicht mobil)

 


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