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Makroaufnahmen

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Tipps für Makroaufnahmen speziell bei Insekten und  Naturaufnahmen

Ein spezial Fall der Makroaufnahmen ist die Naturfotografie oder besser Naturnahfotografie. Einige Regeln sind zu beachten, wenn man Makroaufnahmen nicht im Studio sondern Draußen in der freien Natur macht:

  • Diese Makroaufnahme wurde freihändig mit einem Tamron 90mm Makroobjektiv gemacht. Da die Baumwanze sich nur langsam fortbewegt sind Makroaufnahme aus kurzer Distanz möglich.
    Diese Makroaufnahme wurde freihändig mit einem Tamron 90mm Makroobjektiv gemacht. Da die Baumwanze sich nur langsam fortbewegt sind Makroaufnahme aus kurzer Distanz möglich.
    Der Wind ist bei Außen-Makroaufnahmen ein großes Problem. Ein geringer Luftzug kann eine Blume in Schwingung versetzen,  so dass ein punktgenaues fokussieren und damit Scharfstellen nicht mehr möglich ist. Dies ist vor allen bei Makroaufnahmen schwierig, da die Schärfentiefe nur einige wenige Millimeter ausmachen kann. Hierbei kann auch die längere Belichtungszeit von Nachteil sein, da Bewegungen zu Unschärfe im Digitalbild führen.
    Um den Wind oder einen Luftzug zu verhindern, kann man Blumen oder andere Motive abstützen und so Schwingungen vermeiden. Dazu kann man Äste oder Steine in der Umgebung verwenden. In manchen Fällen kann man auch einen kleinen Schutzwall mit der Ausrüstung (die man sowieso dabei hat)aufbauen, um vor dem Wind zu schützen.

 

  • Insekten stehen meistens für das Foto nicht still. Es ist sehr schwierig den richtigen Moment zu erwischen, wo die Komposition des Fotos stimmig ist. Das einzige was hilft ist geduldig auf den richtigen Moment zu warten. Allerdings kann sich das bei einigen Insektenarten als sehr schwierig erweisen, da einige Arten sich sehr schnell fortbewegen.
    An sehr warmen Sommertagen kann man in den frühen Morgenstunden sehr gute Fotos machen, da die Insekten noch sehr träge sind und sich nicht so schnell bewegen. Dies wird auch als Kältestarre bezeichnet. Außerdem ist zu dieser Tageszeit das Sonnenlicht noch nicht so stark, so dass er zu kein harter Schatten auf dem Digitalfoto abzeichnet. Wenn man Glück hat, dann hat sich etwas Tau gebildet, der eine Makroaufnahme viel interessanter und lebendiger erscheinen lässt.

 

  • Diese Aufnahme war nur mit einem Zoom Objektiv möglich, da ein annähern an die Wanzen die Flucht der Insekten zur Folge gehabt hätte. Die Brennweite betrug 300mm aus ca. 1,5m Entfernung.
    Diese Aufnahme war nur mit einem Zoom Objektiv möglich, da ein annähern an die Wanzen die Flucht der Insekten zur Folge gehabt hätte. Die Brennweite betrug 300mm aus ca. 1,5m Entfernung.
    Ein weiteres Problem bei Insekten ist die Fluchtdistanz. Viele Insekten werden instinktiv das Weite suchen, wenn man sich ihnen zu Nah kommt. Die Fluchtdistanz ist bei jeder Insektenart unterschiedlich ausgeprägt. Bei diesen Situationen kann auch ein  Zoom Objektiv verwendet werden.  Die minimale Fokussierungs-weite liegt meist bei einigen Metern. Allerdings ist es meistens auch nicht möglich näher an die  Käfer heranzukommen, da diese sonst flüchten würden. So kam man in solchen Situationen, das nur bedingt taugliche Zoom Objektiv als Makroobjektiv einsetzen.

 

 

Fazit

Die Makrofotografie lässt sich mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufnahmeverfahren durchführen. Hierbei können spezielle Apparaturen wie Makroskope oder auch Objektive zum Einsatz kommen. Durch die Auswahl einer kleinen Blende wird versucht die Schärfentiefe so weit wie möglich zu vergrößern. Deswegen wird bei der Makrofotografie viel Licht und eine ruhige Hand oder ein Stativ benötigt.

 


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